Dadurch, dass ich heute so früh auf bin, habe ich mir gedacht, schreibe ich euch doch mal wieder einen kleinen Reisebericht.
18. August
Heute morgen ging es, nach einem brisanten Vorabend, mit dem ICE in Richtung Frankfurt, wo ich mich noch mit Roman treffen wollte. Ich war schon leicht nervös, weil ich am Tag vorher gesehen hatte, dass mein Flug wohl überbucht war, aber dafür hatte ich ja kompetente Hilfe dabei ;)
Nach kleinen Findungs-Schwierigkeiten meinerseits habe ich Roman dann auch gefunden und wir gingen zusammen zum Check-In. Ich hatte beschlossen, mich freiwillig zu melden, meinen Platz im Flugzeug aufzugeben, falls ich dafür einen früheren Flug bekommen könnte. Später wollte ich nicht unbedingt, weil ich eh schon erst um 20.30 in Memphis ankommen würde, und es von da aus noch zwei Stunden bis nach Stuttgart, AR sind.
Die früheren Flüge waren leider auch komplett voll, der nette Mann am Check-In bot mir aber $1000, um einen Flug am nächsten Tag zu nehmen. Zu Romans Entsetzen habe ich jedoch gesagt, dass ich eh nur so kurz da wäre, und deshalb nicht später ankommen wollte. Im nachhinein habe ich das dann doch noch bereut und behaupte immer noch, es ist Romans Schuld, dass er mich nicht gestoppt hat ;)
Naja, als ich dann später noch mal nachfragte, kam ich auf die Warteliste als Nr.4, und was soll ich sagen? Sie brauchten nur drei Freiwillige. Der Flug war ruhig und in Ordnung, ich war ja stolz auf mich, einen Platz am Notausgang vorher reserviert zu haben. Die Beinfreiheit war auch wirklich angenehm, aber ich glaube, ich habe noch nie so sehr im Flugzeug gefrohren. Es hat wirklich ganz fürchterlich gezogen. Das Umsteigen in Cincinnatti war auch unspektakulär und ich kam abends pünktlich in Memphis an, wo mich meine ehemalige Gastschwester Susan mit ihrer Freundin abholte.
Ich schlief bei Susan und Robby (ihrem Verlobten) im Wohnzimmer auf der Couch, in dem Haus wohnen auch noch Hannah (Susans Tochter) und Mitchell (Robbys Sohn).
Wir haben noch so bis ca. 1.30 Uhr zusammengesessen, bevor ich dann endlich geschlafen habe.
19.August
Mit Ausschlafen war leider nichts an diesem Tag, da um 6.30 das gesamte Haus wach war. Die Kinder wurden von Susan zur Schule gebracht und Robby fuhr zur Arbeit. Spätestens als alle vier durch das Wohnzimmer aus der Haustür rausgelaufen waren, war ich dann auch wach. Susan brachte aber Donuts mit und meine Gastmutter kam auch noch vorbei und wir frühstückten alle zusammen.
Ich hatte in den Tagen, wo ich da war, eines der Autos meiner Gastmutter, um mobil zu sein. Ein (riesen) Ford Expedition, in dem ich auch vor gut vier Jahren meinen Führerschein da gemacht hatte. Damit fuhr ich später am Abend bei meiner Gastmutter vorbei, um ihre beiden neuen Austauschschülerinnen kennen zu lernen.
20. August
Heute sollte dann auch Mathias in Memphis ankommen. Er musste am Vortag noch eine Klausur schreiben und ist deshalb nach gekommen. Ich hatte am Abend vorher mit Jeanette (meiner Gastmutter) abgemacht, dass wir die beiden Mädels früher aus der Schule holen und sie alle drei mit mir nach Memphis kommen. Ich bin gefahren, was ein wirklich langweiliges Unterfangen war, denn die Straßen in Arkansas gehen immer nur gerade aus und haben meist ein Speed Limit von 55 mph. Ich fuhr also mit Cruise Control und ohne lenken zu müssen zwei Stunden geradeaus.
Mathias kam pünktlich an und zurück in Stuttgart gingen wir noch zu fünft bei meinem Lieblings-Mexikaner essen, bevor wir dann relativ früh schlafen gingen.
21. August
Heute war der Tag vor Susans und Robbys Hochzeit. Für den Abend war geplant, dass Susan und ich eine kleine Bachelorette Party haben.
Mathias wurde von ein paar Freunden von mir, die auch ein drei Wochen vorher bei mir zu Besuch waren, abgeholt und hat den Abend mit ihnen verbracht, während Susan und ich nach Little Rock fuhren.
Wir mussten noch die Krawatten vom Herrenausstatter für Robby, den Trauzeugen und Mitchell abholen und fuhren dann ins Tattoo Studio, wo ich mein erstes Tattoo bekommen sollte. Susan kannte ihn schon von ihren beiden Tattoos und er sagte, er würde uns anrufen, sobald er Zeit für mich hat. Also gingen wir in der Zwischenzeit in die Mall, ein paar Schuhe für Mathias kaufen, die er auf der Hochzeit anziehen konnte (Converse Chucks :D ) und bei Applebee’s essen. Danach ging es zurück ins Studio, wo der Tattoowierer (sp?) schon mein Motiv (das Wort „Imagine“) vorgezeichnet hatte. Ich wollte noch ein paar Änderungen haben und Susan gefiel der erste Entwurf besser, sodass sie sich entschied, ihn sich selber stechen zu lassen.
22. August
Es war der Tag der Hochzeit. Mathias und die anderen Jungs (Robby, Mitchell) fuhren zu Robbys Mutter, um sich da fertig zu machen, während Susans Brautjungfer und eine Freundin von ihr und Deanna vorbei kamen, um sich selbst und Susan zu stylen. Der Freund von der Freundin der Brautjungfer (könnt ihr mir noch folgen? ;) ) sollte Susan zum Altar führen. Den kannte sie nur übers Telefon. Dann bekam Susan jedoch noch den Blitzeinfall, Mathias könnte den Job doch erledigen, er gehöre ja jetzt schließlich zur Familie.
Um 14 Uhr sollte die Hochzeit beginnen, ich fuhr die Braut in meinem geliehenen Auto zur Kirche. Die Zeremonie war… kurz. Ganze acht Minuten, um genau zu sein.
Ich hatte bis vorher überhaupt keine Ahnung, wie es an dem Tag weiter ablaufen sollte.
Wir gingen nach der Trauung in einen Nebenraum der Kirche. Dort wurden noch ein paar Fotos gemacht und dann war es auch schon vorbei und wir fuhren wieder nach Hause, damit sich die Braut etwas bequemeres anziehen konnte.
Danach fuhren wir noch kurz zu meiner Gastmutter nach Hause, damit Susan und Robby unser Geschenk und das meiner Gastmutter öffnen konnten. Als wir damit fertig waren, fuhren Susan und Robby wieder zu sich nach Hause, um Fernseh zu schauen. Mathias und ich fuhren dann zum örtlichen Chinesen und danach zu einer ausgiebigen Shopping Tour bei WalMart. So kann man einen Hochzeitstag auch verbringen.
23. August
Da wir heute den letzten kompletten Tag in Arkansas hatten, wusch ich erstmal etwas Wäsche. Am nächsten Tag ging unser Flug um 8.30 Uhr von Memphis aus nach New York, was hieße, um ca. 4 Uhr morgens zum Flughafen los zu fahren. Mathias kam dann auf die Idee, ein Hotel am Flughafen zu nehmen, damit meine Gastmutter nicht so früh mit uns losfahren musste. Das machten wir dann auch und fuhren anschließend mit ihr nach Little Rock, damit sie die ausgeliehenen Krawatten zurückgeben kann und Mathias und ich noch kurz in die Mall konnten. Wieder zurück verabredeten wir uns mit ein paar Freunden zum Essen, damit ich sie auch mal gesehen habe, bevor wir schon wieder weg mussten.
Gebucht hatten wir das Holiday Inn am Flughafen Memphis. Das Hotel war durchaus in Ordnung und hatte alles, was wir brauchten, sprich: Ein Bügeleisen, damit ich unsere Sachen noch mal aufbügeln konnte, die ja die ganzen Tage im Koffer rumgelegen hatten, ein Bett und ein Bad. Man ist ja anspruchslos ;)
Außerdem gab es ein kostenloses Shuttle zum Flughafen.
24. August
Nachdem mit dem Shuttle alles super geklappt hatte, ging der Flug pünktlich los und wir bekamen beim Landeanflug auf LaGuardia einen ganz wunderschönen Blick zuerst auf die Freiheitsstatue, dann auf die Skyline von Manhattan.
Wir kauften noch am Flughafen unsere 7-Day Unlimited MetroCards und nahmen den Bus bis zur nächsten Subway Station. Ganz witzig war, dass ich die Karten an einem Zeitschriftenladen im Flughafen gekauft hatte und nur Mathias Portmonnaie dabei hatte, der nicht genug Bargeld für zwei Karten dabei hatte (ich dachte erst, ich könnte zwei Single Karten kaufen). Also hab ich die Dame einfach gefragt, ob ich auch mit der Kreditkarte meines Freundes zahlen könnte, was sie schulterzuckend bejahte und mich am Ende mit „Hans“ unterschreiben lies. Also an alle, die mal mit geklauten Kreditkarten zahlen wollen: Klappt super :D
Nach schweißtreibendem Schleppen kamen wir im Grand Hyatt an, wo wir ein sehr hübsches Zimmer im 26. Stock bekamen.
Erstmal liefen wir zum Times Square, um unseren Explorer Pass abzuholen und schon mal das Ticket für die City Sights Night Tour einzulösen. Danach fuhren wir mit der Subway in Richtung Downtown, kauften uns etwas zu Essen und verdrückten das bei schönstem Sonnenschein im Battery Park. Danach fuhren wir mit der Staten Island Ferry, von der Mathias bis zur letzten Minute nicht glauben konnte, dass sie nichts kostet.
Die Night Tour war wieder wirklich schön und hat Mathias aus super gefallen, der sie ja noch nicht gemacht hatte. Natürlich hat mein Trottelchen von Freund auf der Fahrt seinen Flip Flop kaputt gemacht und jeder, der das schon mal gemacht hat, weiß, dass man mit einem kaputten Flip Flop nicht laufen kann. Also hatte er nur noch einen Schuh an, als wir kurz nach 22 Uhr zurück am Times Square ankamen. Damit konnte er natürlich auch nicht zurück zum Hotel laufen, als haben wir sämtliche Souvenir Shops abgeklappert, um Herren Flip Flops zu finden. Gar nicht so einfach, denn es gab sie meistens nur in Kindergrößen, von denen die größten gerade so mir passten. Ich bin jetzt also im Besitz von wirklich hässlichen New York Flip Flops, damit mein Freund meine (ihm immer noch viel zu kleinen) anziehen konnte :D
Immerhin musste er so nicht mehr Barfuss über den Times Square rennen.
25. August
Irgendwie hatte ich mich wirklich schnell an die Amerikanische Zeit gewöhnt, sodass ich am nächsten morgen, als unser Wecker um 8.30 Uhr klingelte, nicht aus dem Bett kam. Mein wirklich netter Freund fuhr dann schon mal alleine los, um über unseren Explorer Pass die Tickets zur Sex and the City Tour zu holen, damit ich mich in der Zeit fertig machen kann. Er brachte auch in einem Frühstück mit und nach dem Essen checkten wir aus dem Hotel aus und liefen die sieben Blocks mit unserem Gepäck zum Best Western Hospitality House.
Ich war froh, dass wir so früh (ca. 11 Uhr) schon einchecken konnten und habe deshalb auch keine Raumwünsche geäußert. Ein großer Fehler, denn wir bekamen das einzige Zimmer im Erdgeschoss, was zwar für New Yorker Verhältnisse wirklich groß war und ein fast genauso großes Bad hatte, aber nur auf eine Häuserwand schaute und wir außerdem direkt neben der Manager’s Office waren, von wo aus öfters mal Sachen zur Rezeption gerufen wurden.
Ich schickte Mathias also bewaffnet mit $20 zur Rezeption, wo er jedoch nur geknickt wieder zurück kam, da anscheinend kein anderes Zimmer verfügbar war und sein Geld dezent ignoriert wurde.
Am frühen Nachmittag trafen wir uns mit Aracy. Sie begleitete uns bis zum Plaza, wo wir dann später die Sex and the City Tour anfingen. Die Tourguides sind etwas hyperaktiv und versuchen ein bisschen zu viel, wie die Mädels aus der Serie zu sein, aber man hat schöne Ecken New Yorks gesehen und interessante Infos bekommen.
Nach der Tour waren wir beide ziemlich kaputt vom Tag und liefen nur noch ein bisschen durch die Straßen, tranken einen Cocktail in der Hilton Hotel Bar (aber nur, weil sie Happy Hour hatten) und gingen bald wieder zurück ins Hotel.
26. August
Heute erledigten wir eine ganze Menge. Zuerst gingen wir zu Syms auf der Park Avenue, ein paar Einkäufe erledigen. Dort wurde Mathias auch von einer Reporterin der NY Times angesprochen, die ihn von hinten fotografieren wollte, wie er durch die T-Shirts schaut.
Ich hab dann mal für ihn zugesagt und ihn ziemlich perplex zu den Shirts geschoben :D
Danach musste ich noch kurz zu H&M, mir eine billige Strumpfhose besorgen. Die Einkäufe brachten wir dann erstmal zurück ins Hotel und liefen dann zum Yankees Store auf der 5th Avenue, weil wir abends Karten zum Spiel hatten und Mathias sich noch eine Kappe oder ähnliches kaufen wollte.
Das Spiel abends war wirklich witzig, vor allem, da ich noch nie wirklich in einem Stadion war und Mathias das kaum glauben konnte. Beim Spiel waren auch Jack Nicholson und Paul McCartney. Aber selbstverständlich nicht auf den billigen Sitzen wie wir :lol:
Ich gab Mathias dann noch $20 mit, um uns beiden eine Cola und mir einen Hot Dog zu kaufen und war sehr überrascht, als er mit $3 Wechselgeld zurück kam.
Nach dem sechsten Inning war der Spielausgang relativ eindeutig und die Yankees sehr viel besser als die Texas Rangers, also entschlossen wir uns, schon zu fahren, um die vollen Subways zu vermeiden. Wir fuhren bis zum Union Square, um noch etwas zu Essen zu kaufen und liefen dann weiter südlich einfach etwas durch die Gegend, bis wir irgendwann wieder mit der Subway zurück ins Hotel fuhren.
27. August
Dadurch, dass Mathias ja so nett war, und die Sex and the City Tour mit mir zusammen gemacht hat, haben wir heute seine Wünsche auf dem Programm gehabt. Zuerst fuhren wir zum Flushing Meadows Park, wo er sich das Tennis Stadion ansehen wollte. Der Eintritt war frei, da die US Open ja erst eine Woche später anfingen und stellten fest, dass man ins Stadion wohl gar nicht rein kam. So blieben wir an den Trainingsplätzen und schauten Tommy Haas beim Training zu, von dem Mathias unbedingt ein Autogramm oder ein Foto mit ihm haben wollte.
Ich stand mit dem Rücken zum Zaun, als ich auf einmal wirklich wirklich böse Schimpfwörter auf Deutsch hinter mir hörte. Anscheinend ging Herr Haas davon aus, dass ihn niemand versteht und hat seinem Ärger über sein nicht wirklich gutes Spiel Luft gemacht.
Wir warteten als ca. eine Stunde, bis der gute Herr mit seinem Training fertig war und als er aus dem Platz rauskam, versuchte Mathias es mit dem „Deutschland Bonus“ und rief ihm auf Deutsch zu, ob er ein Foto mit ihm machen könne. Er sagte jedoch nur „Später“ und lief an uns vorbei. Den mögen wir jetzt also auch nicht mehr :D
Wir liefen noch zur Unisphere und dann wieder zum Subway Station, wo Janina unserer Bahn zusteigen wollte, damit wir gemeinsam zum Friends Haus fahren konnten. Danach trafen wir noch eine Bekannte von Janina und gingen mit ihr gemeinsam Kuchen essen. Wir beschlossen, uns später abends noch einmal zum Essen zu treffen und Mathias und ich machten uns auf zum Times Square, wo wir bei Toys’r’us für seine Cousine nachschauen sollten, ob es die Heidi Klum Special Edition Barbie gibt. Gab es nicht und wir gingen zurück ins Hotel, um uns fürs Essen umzuziehen. Eine andere Freundin von Janina kam auch noch mit und wir hatten einen netten Abend.
28. August
Heute war schon unser letzter voller Tag, an dem wir noch die letzten Erledigungen machen mussten. So fuhren wir noch mal zu Syms, Gürtel für meinen Vater kaufen, zu Abercrombie, weil Mathias sich da noch eindecken wollte (und ich habe tatsächlich auch was gefunden), Essen im Foodcourt am Southstreet Seaport, eine kurze Stippvisite bei Century 21 und bei F.A.O. Schwartz nach der Barbie schauen. Dort gab es sie auch nicht.
Abends aßen wir dann bei Jackson Hole in der 65th und kugelten uns vollkommen vollgefressen bis zur Penn Station, den letzten Abend bei leichtem Nieselregen genießend.
29. August
Heute passierte nichts mehr Spannendes. Wir packten fertig, checkten aus und gingen noch einmal schnell zu Duane Reade und ein bisschen durch die Straßen bummeln.
Gegen 14 Uhr nahmen wir ein Taxi zum Flughafen, was sich als gut erwies, denn wir brauchten ewig, um uns an den Delta Computern selbst einzuchecken und in der Schlange zum Baggage Drop-Off anzustehen. Mein einer Koffer war dann 3 lbs. zu schwer, sodass wir noch umpacken mussten und Mathias seine Reisetasche, die er noch im Koffer hatte, auch noch aufgeben musste. Aus irgendeinem Grund durften wir nämlich beide jeweils zwei Gepäckstücke aufgeben.
Und so ging dann auch dieser Urlaub leider wieder vorbei und wir starteten um kurz vor 20 Uhr wieder in Richtung Frankfurt, wo uns Mathias Vater abholen kam.
Thursday, September 3, 2009
Monday, July 27, 2009
Lernen
Zwei Klausuren, bestehend aus vier Fächern, sind jetzt rum. Morgen steht die letzte (auch aus vier Fächern) an. Nur die Luft ist irgendwie raus und ich habe keine Lust mehr zu lernen.
Stattdessen surfe ich im Internet und lese lustige Internetseiten. Kennt ihr alle schon www.fmylife.com? Sehr empfehlenswert, wenn man sich vom Lernen abhalten will.
Eben hab ich mir einen Kaffee gekocht und werde wohl gleich noch einen Trinken müssen, um den ganzen Stoff nochmal durchzugehen.
Außerdem ziehen Mathias und ich zum 1.10. in eine sehr schöne Wohnung nach Ippendorf. Ich freu mich :)
Stattdessen surfe ich im Internet und lese lustige Internetseiten. Kennt ihr alle schon www.fmylife.com? Sehr empfehlenswert, wenn man sich vom Lernen abhalten will.
Eben hab ich mir einen Kaffee gekocht und werde wohl gleich noch einen Trinken müssen, um den ganzen Stoff nochmal durchzugehen.
Außerdem ziehen Mathias und ich zum 1.10. in eine sehr schöne Wohnung nach Ippendorf. Ich freu mich :)
Friday, February 27, 2009
Rufbereitschaft/ Sex and the City - The Movie 2
Tja, man sollte es nicht für Möglich halten, aber hier sitze ich, um fünf Uhr morgens, wach auf dem Sofa.
Der Grund ist, dass ich heute zum ersten Mal Rufbereitschaft habe und deshalb von fünf bis sieben zum Arbeiten gerufen werden kann, für den Fall, dass jemand krank wird oder aus anderen Gründen nicht zur Arbeit erscheint.
Ich hoffe und bete also schon seit gestern Abend, dass mein Telefon still bleibt, damit ich nicht zur Frühschicht muss, sondern mich um sieben Uhr wieder ins Bett legen kann und noch ein Ründchen schlafen.
Es ist nicht so, dass ich nicht arbeiten wollen würde, nur dieses frühe Arbeiten macht mich regelmäßig fertig. Es herrscht eine fürchterliche Hektik im ganzen Haus, man muss sich beeilen, zu jedem Bewohner zu kommen und die Pflege ist morgens intensiver. Die ganze Atmosphäre ist morgens einfach nicht so gut wie abends, wo ich viel lieber arbeite.
Naja, hoffen wir das Beste.
Ich habe mir in den letzten Tagen ein paar Gedanken um den neuen Sex and the City Film gemacht, der 2010 in die Kinos kommen soll und bin hin und her gerissen.
Einerseits freue ich mich wahnsinnig auf einen neuen Film und bin sehr gespannt darauf, andererseits denke ich, dass mit der Serie und dem ersten Film alles an Handlung rausgeholt wurde, was noch einigermaßen realistisch erscheint. Carrie und Big haben geheiratet, Charlotte bekommt ein (leibliches) Kind, Miranda und Steve haben sich wieder versöhnt und Samantha ist wieder da angelangt, wo sie von Anfang an am liebsten war. Was also wollen die Produzenten noch herauskitzeln? Noch eine Krise für Carrie und Big? Das wäre langsam langweilig und Trennung die 120ste. Ein Kind für Carrie? Wie unrealistisch, da sie in der Serie auch nie der große Kinderfan war. Carrie und Big trennen sich endgültig? Dann wäre das ganze Gutmensch-Image, was ihm im ersten Film verpasst wurde, umsonst gewesen.
Die Haupthandlung wird sich aber auch nicht auf eine der drei anderen verschieben, da Sarah Jessica Parker den Film wieder mit produzieren wird und sich mit Sicherheit nicht vom Thron stürzen lässt.
Ich wüsste also im Moment keine Handlung, die für Carrie etwas neues bringen würde, ohne den Film zu ruinieren.
Und was ist mit den anderen drei? Was soll es dort geben? Charlotte bekommt noch ein Kind? Sie hat ja schon zwei. Was soll daran die Besucher ins Kino locken? Samantha lernt einen neuen Mann kennen und bleibt mit ihm zusammen? Das würde wieder die gesamte Handlung des ersten Films ruinieren. Miranda und Steve bekommen noch ein Kind/ziehen zurück nach Manhattan/ whatever? Neeeee... Obwohl das zugegebenermaßen noch die spannendste Option wäre.
Ich denke, man darf einfach den Fakt nicht übersehen, dass "die Mädels" auch älter geworden sind. Es ist einfach nicht mehr realistisch, vierzig- bis fünfzig-jährige Frauen so darzustellen, als seien sie wieder Teenies und könnten ihr ganzes Leben über Bord schmeißen.
Man sieht also, die Produzenten werden es schwer haben, ein ordentliches Kozept auf die Beine zu stellen, ohne ein "been there, done that" Gefühl bei den Zuschauern zu wecken. Natürlich werde ich mir den Film trotzdem ansehen, wenn es so weit ist. Rein aus Recherchezwecken ;)
Der Grund ist, dass ich heute zum ersten Mal Rufbereitschaft habe und deshalb von fünf bis sieben zum Arbeiten gerufen werden kann, für den Fall, dass jemand krank wird oder aus anderen Gründen nicht zur Arbeit erscheint.
Ich hoffe und bete also schon seit gestern Abend, dass mein Telefon still bleibt, damit ich nicht zur Frühschicht muss, sondern mich um sieben Uhr wieder ins Bett legen kann und noch ein Ründchen schlafen.
Es ist nicht so, dass ich nicht arbeiten wollen würde, nur dieses frühe Arbeiten macht mich regelmäßig fertig. Es herrscht eine fürchterliche Hektik im ganzen Haus, man muss sich beeilen, zu jedem Bewohner zu kommen und die Pflege ist morgens intensiver. Die ganze Atmosphäre ist morgens einfach nicht so gut wie abends, wo ich viel lieber arbeite.
Naja, hoffen wir das Beste.
Ich habe mir in den letzten Tagen ein paar Gedanken um den neuen Sex and the City Film gemacht, der 2010 in die Kinos kommen soll und bin hin und her gerissen.
Einerseits freue ich mich wahnsinnig auf einen neuen Film und bin sehr gespannt darauf, andererseits denke ich, dass mit der Serie und dem ersten Film alles an Handlung rausgeholt wurde, was noch einigermaßen realistisch erscheint. Carrie und Big haben geheiratet, Charlotte bekommt ein (leibliches) Kind, Miranda und Steve haben sich wieder versöhnt und Samantha ist wieder da angelangt, wo sie von Anfang an am liebsten war. Was also wollen die Produzenten noch herauskitzeln? Noch eine Krise für Carrie und Big? Das wäre langsam langweilig und Trennung die 120ste. Ein Kind für Carrie? Wie unrealistisch, da sie in der Serie auch nie der große Kinderfan war. Carrie und Big trennen sich endgültig? Dann wäre das ganze Gutmensch-Image, was ihm im ersten Film verpasst wurde, umsonst gewesen.
Die Haupthandlung wird sich aber auch nicht auf eine der drei anderen verschieben, da Sarah Jessica Parker den Film wieder mit produzieren wird und sich mit Sicherheit nicht vom Thron stürzen lässt.
Ich wüsste also im Moment keine Handlung, die für Carrie etwas neues bringen würde, ohne den Film zu ruinieren.
Und was ist mit den anderen drei? Was soll es dort geben? Charlotte bekommt noch ein Kind? Sie hat ja schon zwei. Was soll daran die Besucher ins Kino locken? Samantha lernt einen neuen Mann kennen und bleibt mit ihm zusammen? Das würde wieder die gesamte Handlung des ersten Films ruinieren. Miranda und Steve bekommen noch ein Kind/ziehen zurück nach Manhattan/ whatever? Neeeee... Obwohl das zugegebenermaßen noch die spannendste Option wäre.
Ich denke, man darf einfach den Fakt nicht übersehen, dass "die Mädels" auch älter geworden sind. Es ist einfach nicht mehr realistisch, vierzig- bis fünfzig-jährige Frauen so darzustellen, als seien sie wieder Teenies und könnten ihr ganzes Leben über Bord schmeißen.
Man sieht also, die Produzenten werden es schwer haben, ein ordentliches Kozept auf die Beine zu stellen, ohne ein "been there, done that" Gefühl bei den Zuschauern zu wecken. Natürlich werde ich mir den Film trotzdem ansehen, wenn es so weit ist. Rein aus Recherchezwecken ;)
Saturday, February 14, 2009
Puuuh, lang lang ists her :)
Aber jetzt habe ich wieder ein bisschen Zeit. Die Klausuren sind rum und bis nach Ostern habe ich jetzt frei :)
Zwischendrin gehe ich noch ein bisschen arbeiten, aber hey, am 1. April gehts ja wieder los nach New York. Freude Freude Freude!
Zwischendrin gehe ich noch ein bisschen arbeiten, aber hey, am 1. April gehts ja wieder los nach New York. Freude Freude Freude!
Wednesday, November 26, 2008
Dinge, die ich in meinem Leben mal gemacht haben möchte
1. Freiwilligenarbeit in einem armen Land wie Sierra Leone. Ich habe heute einen Artikel darüber gelesen, wie das Land bis vor ein paar Jahren so tief in der Korruption steckte, dass, obwohl sie große Ressourcen an Diamanten haben, der legale Export auf 0 war. Mittlerweile ist er wohl wieder etwas gestiegen, aber es leben immernoch viele Kinder (vor allem Jungs) auf den Straßen, die als Kindersoldaten im Bürgerkrieg kämpfen mussten und ihre Familien entweder verloren haben oder sie nicht mehr finden können, da diese geflohen sind. Die Kinder sind teilweise Drogenabhängig oder prostituieren sich, um überleben zu können.
Meine anderen Ziele hören sich schon fast lächerlich dagegen an, sind mir aber auch wichtig:
2. Eine Zeit in New York leben. Und zwar nicht am Hungertuch nagend, sondern ein gutes Leben haben. Vielleicht auch ein Auslandsjahr an der NYU, so zum Start :)
3. Jeden Kontinent dieser Erde bereisen und von jedem ein Stück Kultur mit nach Hause nehmen.
4. Ein Buch schreiben.
5. Beim Mondschein in einem See schwimmen.
Solche Sachen wie mein Studium erfolgreich abschließen, ein gesundes Leben und ein langes und gesundes Leben aller derer, die ich liebe, habe ich bewusst ausgelassen. Dass das meine obersten Wünsche sind (nicht in der Reihenfolge), sollte ja klar sein.
Meine anderen Ziele hören sich schon fast lächerlich dagegen an, sind mir aber auch wichtig:
2. Eine Zeit in New York leben. Und zwar nicht am Hungertuch nagend, sondern ein gutes Leben haben. Vielleicht auch ein Auslandsjahr an der NYU, so zum Start :)
3. Jeden Kontinent dieser Erde bereisen und von jedem ein Stück Kultur mit nach Hause nehmen.
4. Ein Buch schreiben.
5. Beim Mondschein in einem See schwimmen.
Solche Sachen wie mein Studium erfolgreich abschließen, ein gesundes Leben und ein langes und gesundes Leben aller derer, die ich liebe, habe ich bewusst ausgelassen. Dass das meine obersten Wünsche sind (nicht in der Reihenfolge), sollte ja klar sein.
Sunday, November 23, 2008
Waschlotion
Ich habe eine Gesichtswaschlotion, mit der ich mir jeden Abend das Gesicht reinige. Auf der Anleitung steht, man solle es morgens und abends auf Gesicht, Hals und Dekoltee einmassieren und dann gründlich mit klarem Wasser abspülen.
Aber welcher Mensch duscht zweimal am Tag? Und wenn nicht, wie schafft er es, sein Dekoltee mit klarem Wasser abzuspülen, ohne das Bad unter Wasser zu setzen? Manchmal denke ich, die Marketingmenschen sollten ihre Anleitungen erst einmal selbst ausprobieren, bevor sie sie auf die Packung drucken lassen...
Aber welcher Mensch duscht zweimal am Tag? Und wenn nicht, wie schafft er es, sein Dekoltee mit klarem Wasser abzuspülen, ohne das Bad unter Wasser zu setzen? Manchmal denke ich, die Marketingmenschen sollten ihre Anleitungen erst einmal selbst ausprobieren, bevor sie sie auf die Packung drucken lassen...
Thursday, October 30, 2008
Es ist mir ja fast schon ein bisschen peinlich...
...aber eben auch nur fast ;)
Ich habe mit meinen Eltern den nächsten New York Aufenthalt gebucht. Vom 1.4.-8.4. gehts mit meinen Eltern und meiner Schwester in die Stadt aller Städte :)
Ich habe mit meinen Eltern den nächsten New York Aufenthalt gebucht. Vom 1.4.-8.4. gehts mit meinen Eltern und meiner Schwester in die Stadt aller Städte :)
Rude People
Situation heute beim Bäcker unmittelbar bei der Uni:
Ich betrete das Geschäft, keine Bedienung weit und breit zu sehen. Ich warte geduldig darauf, dass jemand nach vorne kommt, huste zwischendrin (aus Erkältung, nicht Unhöflichkeit). Irgendwann kam eine Dame hinter das andere Ende der Theke und fängt an, Krümel herunterzufegen. Ich suche ihren Blick, sie sieht mich verständnislos an:
"Bidde?"
"Eine Laugenstange bitte."
"Bidde?"
(lauter) "Eine L-A-U-G-E-N-S-T-A-N-G-E bitte."
Sie kommt endlich an mein Ende der Theke, wo sich auch die Laugenstangen befinden, packt mir wortlos eine ein. Knallt die Tüte auf den Tresen und sagt:
"Achzich."
Da frage ich mich doch: Haben manche Leute weder Erziehung genossen, noch einen normalen Verstand vom Umgang mit Menschen? Ich kann ja jeden verstehen, der morgens noch nicht so super drauf ist, aber sobald ein Kunde den Laden betritt, sollte man sich ein Lächeln aufsetzen und freundlich sein, dann sind die Kunden auch direkt angenehmer.
Ich betrete das Geschäft, keine Bedienung weit und breit zu sehen. Ich warte geduldig darauf, dass jemand nach vorne kommt, huste zwischendrin (aus Erkältung, nicht Unhöflichkeit). Irgendwann kam eine Dame hinter das andere Ende der Theke und fängt an, Krümel herunterzufegen. Ich suche ihren Blick, sie sieht mich verständnislos an:
"Bidde?"
"Eine Laugenstange bitte."
"Bidde?"
(lauter) "Eine L-A-U-G-E-N-S-T-A-N-G-E bitte."
Sie kommt endlich an mein Ende der Theke, wo sich auch die Laugenstangen befinden, packt mir wortlos eine ein. Knallt die Tüte auf den Tresen und sagt:
"Achzich."
Da frage ich mich doch: Haben manche Leute weder Erziehung genossen, noch einen normalen Verstand vom Umgang mit Menschen? Ich kann ja jeden verstehen, der morgens noch nicht so super drauf ist, aber sobald ein Kunde den Laden betritt, sollte man sich ein Lächeln aufsetzen und freundlich sein, dann sind die Kunden auch direkt angenehmer.
Wednesday, October 15, 2008
YEAH YEAH YEAH!!!
Tja, was soll ich sagen? Das Leben meint es momentan gut mit mir.
Ich bin in das Begleitfach Medienkommunikation nachgerückt, in das ich soooo gerne wollte, aber leider einen NC von 1,5 hatte.
Morgen nur noch umschreiben gehen und dann kanns los gehen :)
Ich bin in das Begleitfach Medienkommunikation nachgerückt, in das ich soooo gerne wollte, aber leider einen NC von 1,5 hatte.
Morgen nur noch umschreiben gehen und dann kanns los gehen :)
New York Reisebericht
Nach langer langer Zeit stelle ich jetzt hier mal meinen Reisebericht rein:
Anreise – 1. Tag
Dieses Mal ging es für mich am 06.09. los nach Düsseldorf, um dort eine Nacht im Holiday Inn Express zu nächtigen, um nicht nachts zum Flughafen anreisen zu müssen.
Das Hotel war sehr schön und auch das Bett bequem. Um 4 Uhr am nächsten Morgen klingelte dann auch schon mein Wecker und ich lies mir von der Rezeption ein Taxi zum Flughafen bestellen. Mit der S-Bahn wäre es günstiger gewesen, aber ich hatte einfach keinen Nerv, mitten in der Nacht zu Fuß zur Station zu gehen und mein Gepäck mitzuschleppen. Hat incl. Trinkgeld 20€ gekostet und ich wurde direkt zum Terminal gefahren.
Eingecheckt hatte ich schon am morgen vorher, weil ich dieses Mal ganz spezielle Platzwünsche hatte.
Auch ich hatte einen günstigen Flug bei Lan.com erwischt, sodass es für mich erstmal nach London ging. Dort hatte ich mir einen Platz in der ersten Reihe (links) der Economy Class reserviert, sodass ich schnell aus dem Flugzeug kommen konnte, um meinen Anschlussflug (70 Minuten zum Umsteigen) noch zu bekommen. Ein weiterer Vorteil an dem Platz war, dass in dieser 3er Reihe der Mittelsitz ein sehr schmaler Kindersitz war, der nicht vorreserviert werden konnte und gemäß meiner Erwartung auch frei blieb.
Wir landeten pünktlich in London, allerdings war kein Mitarbeiter zur Stelle, um die Treppe ans Flugzeug zu fahren, weshalb wir noch 15 Minuten im stehenden Flugzeug warten mussten. Ich wurde schon ziemlich nervös, als dann endlich die Türen aufgingen und ich rausstürmen konnte. Zu meinem Anschlussflug habe ich es dann trotzdem noch geschafft, wenn auch sehr knapp. Das Gate sollte um 8.35 Uhr schließen und ich kam um 8.37 Uhr angerannt.
Für den langen Flug hatte ich mir einen Platz in der letzten Reihe reserviert, da dies eine Zweierreihe war und ich außerdem kein schlechtes Gewissen haben musste, wenn ich meinen Sitz zurückstelle. Der Weg zur Toilette war auch nicht weit. Meinem Sitznachbar wurde kurz vor Start ein Platz in der Exit Row angeboten, da er dort mehr Beinfreiheit hatte, also hatte ich auch hier zwei Plätze für mich allein. Welch Luxus!
Der Flug verlief unspektakulär, nur schlafen konnte ich nicht. Nachdem ich Landung und Immigration hinter mir hatte, rief ich erstmal Janina an, um mir noch mal genaue Directions zu ihrem Haus geben zu lassen. Ich fuhr mit dem Airtrain bis Jamaica, von dort mit dem E-Train bis Jackson Heights (blöde Drehkreuze da… bin mit meinem Gepäck stecken geblieben) und dort nahm ich dann ein Taxi. Natürlich nicht, ohne noch mal hysterisch bei Janina angerufen zu haben: „Hier sind nur schwarze Taxen und einer hat mich schon angesprochen, ob ich eins brauche. Sind das denn auch die Echten?“
Gegen 14 Uhr Ortszeit kam ich also in Astoria an. Janina und Sean nahmen mich direkt super in Empfang und ich bekam die Deluxe-Tour durchs Apartment, bis hoch zum Rooftop.
Ich zog mich kurz um und dann machte ich mich mit den Beiden auf nach Manhattan. Wir sahen uns das Lincoln Center an und gingen weiter zur Manhattan (?) Mall. Leider ist mein Gedächtnis fast so schlecht wie mein Orientierungssinn, deshalb kann es sein, dass manche Informationen in diesem Bericht nicht so richtig sind.
Vom Hunger getrieben ging es mit der Subway zur Christopher Street, wo wir erstmal nach etwas essbarem suchten und bei einem netten Mexikaner fündig wurden. Danach machten wir noch einen Abstecher in die 55 Bar, wo mein Kopf vor Müdigkeit irgendwann drohte, auf die Bar zu fallen Gegen 22 Uhr machten wir uns wieder auf den Rückweg und ich fiel todmüde ins Bett.
Walking the Big Apple
Das lange Wachbleiben vom Vortag hatte sich gelohnt: An diesem morgen schlief ich himmlisch bis kurz vor 8 Uhr. Nach einer kurzen Dusche fuhr ich dann auch schon los in Richtung Downtown. Habe ich schon erwähnt, kein Gespür für Richtungen und Wege zu haben? Ich stieg also an der 2nd Avenue aus. Mein eigentliches Ziel war der Batterie Park. Gut, dass ich auf der Straße grundsätzlich keine Karten lese, sonst hätte ich gewusst, dass das noch ein ganz schön weiter Weg war Es war jedoch ein wunderschöner sonniger Tag, sodass das Laufen nicht sehr schwer fiel. Ich lief mal links, mal rechts, immer dorthin, wo es nett aussah. Mal war ich in Chinatown, mal am Fluss, kreuz und quer. Unterwegs machte ich an einem Duane Reade halt, um mir etwas zu trinken und das Time Out Magazine zu kaufen und fast am Park angekommen holte ich mir noch ein Sub bei Subway zum mitnehmen.
Damit bewaffnet setzte ich mich in den Park an einen Springbrunnen, sah den anderen Touristen zu, wie sie sich auf die Fähre drängten und genoss den Ausblick zur Freiheitsstatue lieber aus der Ferne. So saß ich knapp zwei Stunden da, aß mein Sub, las die Zeitung und schaute einem etwas verwirrten Hund zu, wie er versuchte, herauszufinden, welcher Wasserstrahl wohl als nächstes in die Höhe spritzen würde.
Auf dem Rückweg wollte ich zu Century 21, mir bequemere Schuhe kaufen. Ich stand auch bestimmt 20 Minuten vor diesen atmungsaktiven Geox Schuhen und habe mir eingeredet, dass sie doch ganz hübsch sind. Ich schwöre! Aber leider, leider gab es sie nicht mehr in meiner Größe und ich entschied mich für ein Paar Pumps von BCBG mit einem tödlichen Absatz.
Des Weiteren habe ich noch eine wundervolle Guess Tasche gefunden, die auch noch mit durfte.
Jetzt wollte ich Janina an der Penn Station besuchen fahren. Ich war ja so stolz, auf Anhieb den richtigen Zug gefunden zu haben und stieg voller Zuversicht aus. Ca. 45 Minuten war ich in den Katakomben der Station unterwegs, um sie zu finden und gab es schließlich auf. Als ich grade die Treppe zur Straße hinaufstieg, sah ich noch ein größeres Gebäude, welches auch zur Penn Station gehörte und versuchte dort mein Glück. Und dort fand ich sie auch. Geradezu begeistert von ihrem neuen Co-Worker, über den man noch nicht mal lästern konnte, da er auch noch deutsch verstand.
Da Janina noch ein paar Stunden arbeiten musste, fuhr ich schon mal zurück nach Queens, meine Einkäufe abladen. Eigentlich wollte ich ja noch mal zurück nach Manhattan fahren, allerdings hatten wir uns irgendwie verquatscht und sind dann nur noch zum Chinese Take-out um die Ecke gegangen und zum Supermarkt. Den Rest des Abends schauten wir Fernsehen, was ja schließlich auch eine Art amerikanische Kultur ist
Regen.
Dieser Tag begann eher faul. Ich konnte mich grade noch motivieren, duschen zu gehen, aber davon musste ich mich auch schon wieder ausruhen. Janina hatte mir morgens sehr süß ein Post-It an die Tür geklebt mit dem aktuellen Wetterbericht für heute: „Morgens sonnig, nachmittags regen “
Bis nachmittags ist ja noch Zeit, dachte ich mir, nahm jedoch vorsichtshalber mal meinen Schirm mit. Gerade, als ich das Haus verlassen hatte, begannen Monsun-artige Regenfälle auf mich nieder zu prasseln. Da half auch mein kleiner Schirm nichts mehr, ich war nass. Ich schaffte es gerade so bis zum Supermarkt, um mir eine Packung Toast, ein Brötchen und Jell-O zu kaufen. Ich weiß, dass das nicht das perfekte Frühstück ist. Ich bin nur meinen Gelüsten gefolgt New York ist übrigens der einzige Ort, wo ich jetzt schon zwei Mal trotz Schirm bei einem fünfminütigen Fußmarsch bis auf die Unterwäsche nass geworden bin. Also ging ich wieder zurück, da sich der Gedanke an eine Erkältung im Urlaub nicht gerade verlockend anhörte und zog mich wieder um und wartete auf ein Ende des Regens.
Das kam dann auch so gegen Mittag. Ich traute mich wieder vor die Tür und diesmal schaffte ich es auch nach Manhattan. Ich stattete Janina wieder einen kurzen Besuch ab, um das neuste über den „reizenden“ Arbeitskollegen zu hören und verabredete mich mit ihr nach Feierabend. Da einem ja hier immer gepredigt wird, man möge sich im Urlaub doch bitte ein Museum anschauen, entschlossen wir uns fürs Museum of Sex. Außerdem gab es dafür $5-Off-Coupons.
Bis dahin waren es aber noch ein paar Stunden und ich lief weiter in Richtung Times Square. Da muss man schließlich mal gewesen sein, wenn man eine Woche in New York ist. Es stellte sich heraus, dass ich es dort immer noch zu überfüllt fand. Ich ging jedoch zu Toys’r’us, um mich ein bisschen um zu sehen, weil ich die Atmosphäre da immer sehr schön fand. Eine riesige Schlange Menschen stand an, um sich eins der neuen Cabbage Patch Kids zu sichern. Ich drehte eine Runde und ging wieder hinaus, diesmal in den M&M Store. Auch da gab es nichts spannendes Neues (wer hätte es gedacht?) und da ich immer noch müde war, machte ich bei McDonald’s Pause, um etwas zu trinken. Dort führte ich noch ein paar Telefonate nach Hause und ging weiter zu Sephora, um dort meinen Mascara zu kaufen, der hier um einiges günstiger als in Deutschland ist. Und schon war es 17 Uhr und ich sprach mich telefonisch mit Janina ab, wo wir uns treffen wollten. Da ich noch nicht so weit weg war, ging ich zurück zur Penn Station und wir besprachen den weiteren Plan. Das Museum hatte nur bis 18 Uhr auf, also disponierten wir um und fuhren stattdessen zur Upper West Side. Dort gingen wir in den Central Park, weil ich noch nie Strawberry Fields gesehen hatte. Es ist kleiner, als ich dachte, aber wenn ich mal obdachlos werde, setze ich mich auch dort den ganzen Tag hin, rauche Joints und höre die Beatles
Wir liefen weiter in den Park, setzen uns an einen See, gingen zu Belverde Castle (na, wer ist stolz auf mich, dass ich den Namen behalten habe??) und spazierten herum, bis es dunkel wurde. Übrigens fühlte ich mich dort zu Zweit in der Dunkelheit auch nicht unbedingt unsicher. Irgendwann verließen wir den Park wieder auf der East Side, um die schönen Häuser anzusehen (O-Ton Steffi: „Wenn ich mal groß bin, möchte ich da drin wohnen! Und dort! Und da auch!“) und einen Starbucks aufzusuchen.
Auf der 5th Avenue in Höhe des Museum of Modern Art stiegen wir in einen Bus, um beim Apple Store wieder auszusteigen. Ich wollte mir noch einen dieser schicken Oberarm-Halter für meinen IPod kaufen. Wer weiß, vielleicht gehe ich damit auch mal öfters joggen…
Es war schon relativ spät, als wir in die Subway stiegen und über die Brücke und nach Queens einen Bus nahmen. Eigentlich wollten wir noch gerne etwas zu Essen beim Italiener mitnehmen, aber die in der Nähe hatten leider alle schon zu, sodass wir in einem kleinen 24-Stunden-Laden ein Glas Nudelsauce kauften und uns selbst Nudeln mit Tomatensauce kochten. Okay, Janina hat gekocht. Aber ich habe moralische Unterstützung oder so geleistet
Noch ein Tipp zum Schluss dieses Tages: Esst niemals Nudeln mit Tomatensauce auf einem Sofa sitzend, wenn ihr eine weiße Jogginghose tragt.
Und nichts kommt, wie man es plant…
Für heute hatte ich mir vorgenommen, über die Brooklynbridge zu spazieren. Janina hat mir am Morgen extra erklärt, mit welcher Subway ich am besten fahre, und wo ich umsteigen muss.
Also packte ich meine Kamera in meine XXL-Tasche und ging motiviert los. Unterwegs wollte ich noch schnell in den Armani Exchange Store am Broadway springen, um meiner Freundin die gewünschten T-Shirts zu kaufen. Was erledigt ist, ist schließlich erledigt. Und T-Shirts sind immerhin auch nicht so schwer, dass man sie nicht mit sich tragen könnte. Das ganze ging auch relativ schnell über die Bühne und ich verließ den Laden wieder. Ein Stück die Straße runter (lag ja auf meinem Weg zur Subway Station) fand ich dann auch noch einen Victoria’s Secret, von wo ich der Freundin meines Bruders Wäsche mitbringen sollte. Auch die wiegt ja nicht die Welt. Schräg gegenüber befand sich dann auch noch ein Duane Reade, wo ich mir überlegte, die von meiner Mutter bestellten Aspirin und die von Mathias Mutter gewünschten Centrum-Vitamintabletten zu erstehen. Außerdem fand ich noch eine prima Riesen-Packung EasyMac Mac and Cheese, eine Menge unbekannter Getränke und das ein oder andere unnütze Zeug. Als ich dort wieder raus kam, dachte ich mir schon, meine Tasche sei ja ein bisschen schwer jetzt, mit all dem Zeug drin. An der Station kam dann das spontane Umdisponieren: Heute geht es nicht mehr auf die Brücke, stattdessen fahre ich zum Bryant Park, ruh mich ein bisschen aus, schaue, ob mein Handy-WLan dort funktioniert und versuche, einen Blick auf das Zelt zu erhaschen. Gesagt, getan. Das mit dem WLan funktionierte übrigens nicht bei mir.
Ich hörte der Musik einer Show zu, die gerade im Zelt zugange war und wollte grade weiter gehen, als sie zu Ende war und viele wichtig aussehende Leute herausströmten. Das ein oder andere Tränchen habe ich beim Anblick der Models vielleicht auch verdrückt. Ich will auch 2m lange Beine haben! Mathias Antwort darauf war übrigens: „Ich mag dich auch mit 1m langen Beinen.“ Das muss Liebe sein!
So fuhr ich mit meinen Einkäufen beladen zurück nach Queens, um mir aus spartechnischen Maßnahmen selbst Mac and Cheese herzubereiten und in meiner Trauer zu schwelgen.
Auf dem Weg zurück in die Stadt rief mich Christian an, der Sohn Bekannter meiner Eltern, der zurzeit ein Praktikum in New York macht. Wir verabredeten uns für abends um 18 Uhr in der Grand Central Station, wo ich übrigens früher am Tag beinah von einem Polizisten mit Maschinengewehr verhaftet wurde, weil ich ihn ein bisschen zu lang anstarrte. Naja, so schlimm wars nicht, aber hätte ja sein können
Als ich wieder in Manhattan war, war es schon kurz vor 17 Uhr, also ging ich erst wieder bei Janina vorbei, um zu sehen, ob sie Lust hat, mitzukommen.
Hatte sie.
Darum stellten wir uns beide um kurz vor 18 Uhr in die völlig überfüllte Halle der GCS und hielten nach Christian Ausschau. Man findet sich ja auch so wahnsinnig leicht da, mitten in der Rush-Hour
Aber irgendwann fanden wir ihn auch und beschlossen gemeinsam zu einem in der Nähe gelegenen Mexikaner zu gehen. Übrigens der, bei dem Janina in der Woche darauf die Open Bar gewonnen hat. Den Zettel hat sie an dem Abend ausgefüllt.
Dort saßen wir also ein paar Stündchen und unterhielten uns, bis die Bedienung schon recht giftig zu uns rüber schaute, weil wir immer noch da saßen.
Gegen 21 Uhr gingen wir dann gemeinsam zur Subway, da Christian auch in Queens wohnte und wir zumindest ein Stück zusammen fahren konnten.
9/11
Heute wollte ich nun wirklich über die Brooklyn Bridge spazieren und danach Ground Zero einen Besuch abstatten, wo vor sieben Jahren die Flugzeuge in die Türme flogen. Zu der offiziellen Memorial Veranstaltung war ich eh zu spät dran.
Also nahm ich die von Janina beschriebene Subway und fand mich dann auch tatsächlich in Brooklyn beim Aufgang wieder. Nur die Idee, mal wieder mit Flip Flops zu laufen, hätte ich verwerfen sollen, die scheuerten nämlich ganz schön. Aber was uns nicht umbringt, macht uns noch härter und so marschierte ich über die Brücke und machte zum ersten Mal in dieser Woche richtig viele Fotos. Naja, was soll ich groß berichten, der Ausblick dort wird sich wohl in letzter Zeit nicht groß verändert haben
Wieder in Manhattan angekommen wollte ich jetzt zur World Trade Center Site. Wenn man den Weg doch wüsste… Immerhin die Richtung war ja nicht schwer zu erkennen. Jedoch hatte ich „Glück“ und ich traf unterwegs eine große Demonstrantengruppe, die laut ihrer Plakate und Hand-Outs auch nach dort hin unterwegs waren. Ich bin immer noch nicht ganz sicher, aber ich glaube, dass es eine Demo aus verschiedenen Gruppierungen war. Teilweise trugen sie Loose Change T-Shirts, aber auch einige andere waren vertreten. Kurz: Sie demonstrierten gegen die Bush Administration und für die komplette Aufklärung der Anschläge, die ihrer Meinung nach von der Regierung begangen wurden. Naja, ein etwas zweifelhaftes Grüppchen, aber sie kannten den Weg, also ging ich freundlich lächelnd hinterher, immer in der Nähe einer Gruppe Polizisten, damit ja keiner denkt, ich würde zu den Demonstranten gehören.
Gegenüber der Path Station wurde die Demo von der Polizei gestoppt und es war eine wirklich eigenartige Atmosphäre. Sie standen ganz ruhig hinter der Absperrung, eine Reihe Polizisten ihnen gegenüber und auf einmal war die Parolen brüllende Masse sehr ruhig. So standen sie dort eine Zeit lang, drehten sich dann um und gingen. Man muss sich vorstellen, dass das ein paar Hundert Menschen waren, die dort so einheitlich reagierten.
Ich ging auch, allerdings in die andere Richtung und lief am Zaun zu der Baustelle entlang bis zu St. Paul’s Chapel und setzte mich dort ein wenig auf eine Bank. Auf meinem weg zurück entdeckte ich eine Gruppe Menschen, bei denen offensichtlich die Namen der Opfer von 9/11 verlesen wurden. Beim Näherkommen erkannte ich sie als „meine“ Demonstranten. Sie hatten eine kleine Gedenkveranstaltung, die genauestens von schwer bewaffneten Polizisten auf dem benachbarten Dach beobachtet wurde. Sie entzündeten Kerzen gedachten der Opfer. Als die Veranstaltung vorüber war, ging ich weiter und in Richtung Battery Park. Den fand ich allerdings mal wieder nicht auf Anhieb und landete stattdessen an einem kleinen Hafen. Auch sehr nett dort.
Den Battery Park fand ich natürlich dann auch noch, wo eine Wand aufgestellt war, auf der man seinen Namen verewigen konnte, die dann später in einem Museum über den 11.September eingesetzt werden sollte. Ich weiß nicht mehr den genauen Preis, aber es war mir ein bisschen zu viel, um nur meinen Namen aufschreiben zu dürfen. Außerdem war die Schlange ewig lang. Auf einer Wiese war auch ein Meer von Fahnen aufgestellt, um den Zusammenhalt auszudrücken.
Nach einigem Suchen fand ich die nächstgelegene Subway Station, weil ich irgendwie in die falsche Richtung lief und wieder am Aufgang der Brooklyn Bridge rauskam.
Pünktlich um 17 Uhr kam ich bei Janina an der Penn Station raus und wir fuhren gemeinsam wieder nach Queens. Zum Abendessen holten wir uns Pizza und gingen noch einmal im Supermarkt vorbei. Damit blieben wir dann auf dem Sofa und schauten Fernseh.
Janina und Steffi in Action
Die gestrige Pizza musste ich heute Morgen teuer bezahlen. Ich erspare euch die Details, aber ich kann sagen: Es war nicht schön. Ich glaube, ich hatte noch nie solche Magenkrämpfe.
Schlussendlich war aber dann auch ich bereit für etwas Action, und da heute Janinas freier Tag war, wollten wir den Museumsbesuch „auf uns nehmen“. Zuerst hielten wir aber in einem Deli an der Ditmar’s Boulevard Subway Station und frühstückten ganz wunderbar und Amerikanisch
Mit so einer Stärkung kann man sich ja besser auf die Ausstellungen konzentrieren.
Im Museum of Sex gab es derzeit eine Sonderausstellung „Sexlife of Animals“. Schonmal jemand einen Pandaporno gesehen? Janina und ich schon Auf den oberen Etagen ging es dann etwas gewöhnlicher weiter. Wir stellten uns unsere persönliche Gummipuppe zusammen, auch wenn manche unter uns Probleme mit den zur Auswahl stehenden „Haar“farben hatten Wir durften dann am Ende sogar solch eine Puppe durch einen Glaskasten mit Öffnungen anfühlen und können jetzt ganz genau beschreiben, wo da überall Löcher vorhanden sind
Am Ende gab es für uns im Gift Shop noch ein kleines Souvenir in Form eines Buttons ganz nach dem Stil der I Love NY T-Shirts. Nur wurde NY hier durch etwas anderes ersetzt
Jetzt war es aber Zeit für den anständigeren Teil unseres Tages. Ich wollte gerne das Chelsea Hotel sehen und da wir ja eh in der Gegend waren, liefen wir noch ein bisschen durch die Gegend. Es fing langsam an zu regnen, also nahmen wir einen Bus in Richtung Osten und gingen zu Katz’s Delicatessen. Das war auch etwas auf meiner Liste, was ich in diesem Urlaub erledigen wollte. Jetzt weiß ich auch, was Knish ist und dass es ziemlich lecker ist
Und jetzt fing der teure Teil dieses Tages an: Wir fuhren zur Fifth Avenue und erledigten einen kleinen Einkauf bei Tiffany, den ich mir vorgenommen hatte. Und da es regnete und meine Schuhe durchgenässt waren, musste auch noch ein neues Paar bei Zara her. Und weil wir ja noch was Zeit hatten, wollte Janina noch zu GAP, wo natürlich nicht sie etwas kaufte, sondern ich. Das war doch alles ein fieser Trick war das doch!
Jetzt war es an der Zeit, wieder zu fahren. Und zwar zu einer $4-Cocktailbar, in der Janinas ehemalige Arbeitskollegin ihren Abschied feierte. Übrigens hatte ich nirgends Probleme, auch mal einen Cocktail zu trinken. Wahrscheinlich aber auch, weil wir so früh da waren.
Es war ein wirklich netter Abend und am Ende gingen wir noch in einen wirklich lustigen Hot Dog Laden, in dem es eine kleine Telefonzelle gab, über die man die versteckte Bar nebenan betreten konnte. Ich komme vom Dorf, so was Cooles kenne ich nicht! Achja, die Hot Dogs waren auch lecker, da hab sogar ich mal den mit Würstchen gegessen
Ich hoffe, für diesen Tag habe ich nichts vergessen, weil wir echt eine Menge angestellt haben.
EXCUSE US!!!
Oh oh, heute ist der letzte Tag und ich habe noch ein paar Einkäufe zu erledigen
Also machte ich mich auf zu Macy’s, meinem Vater eine Levi’s Jeans kaufen. Danach waren die I Love NY Shirts dran. Und da ich nicht durch die ganze Stadt kurven wollte, um nach dem möglichst billigsten Shirts zu suchen, lief ich in Richtung Times Square. Wie kommt es, dass man diese Souvenir-Lädchen nie findet, wenn man sie sucht?? Letztendlich fand ich dann doch noch einen mit akzeptablen Preisen (5 für $10) und einer Auswahl an Farben und tat, was zu tun war. An dem Zeitpunkt war ich schon reichlich genervt von den ganzen langsam laufenden Massen und Prospekte-Verteilern. Der Ladeninhaber, der mir bei meiner Suche helfen wollte, tat das Übrige. Endlich lief ich mit zwei schweren Tüten (immerhin 10 T-Shirts und zwei Jeans) wieder in Richtung Subway. Auf meinem iPod lief zu der Zeit durchgehend die Bloodhound Gang mit Fire Water Burn. Aggressionsbewältigung.
Dass es in der Station brüllend heiß war und kein Zug kommen wollte, ließ mich schon beinah auf die Gleise springen und nur der Büdchenbesitzer mit seiner eiskalten Diet Coke hielt mich davon ab.
Ich schleppte mich zurück zu Janinas Apartment, wo die Tür sperrangelweit offen stand und ein paar Koffer im Wohnzimmer standen. Aha, Dennis ist angekommen
Nachdem er sich ein wenig erfrischt hatte, sind wir gemeinsam mit Janina und Sean nach Chelsea in eine Gallery gefahren, um eine Ausstellung von David LaChapelle anzuschauen. In die Gallery nebenan gingen wir auch noch, wo ich kurzfristig beschloss, einzuziehen. Meinetwegen können sie auch ihre Bilder da hängen lassen.
Von soviel Stress und Kultur hungrig, wollten wir den Bus zu einem Mexikaner nehmen, der auch in einer Szene von Sex and the City zu sehen war. Leider kam kein Bus und es fing an zu regnen. Kein Ding, denkt sich Steffi, und will lässig ein Taxi heranwinken. Ja nee, is nich. Alle schon besetzt oder nahmen jemand anderes mit. Also begnügte ich mich damit, zu schmollen, während Sean dann doch noch eins bekam.
Das Essen war toll und wir zogen weiter in Richtung eines Irish Pubs, wo ich auf Dennis Empfehlung hin mal einen Apple Martini probierte. Und noch einen. Mann, hab ich lange davor nichts mehr getrunken. Ich war schon ganz schön angeheitert
Janina und Sean legten dann noch eine bühnenreife Interpretation eines Pianisten der New York Philharmonics hin und ich machte ein paar Fotos davon. Und ein wunderschönes von Dennis! (Bitte bitte bitte darf ich das hier einstellen?) Und ein gräßliches von mir selbst
Auf dem weiteren Weg zur Subway gingen wir erst an der Magnolia Bakery vorbei (nur vorbei, die Schlange war zu lang) und dann auch noch zu Carrys Haus. Ein Programm, ganz nach meinem Geschmack
Naja und irgendwo dort auf dem Weg besetzten ein paar Franzosen den gesamten Gehweg. Janina schob sich noch graziös vorbei, doch Dennis, Sean und ich trotteten langsam hinterher. Irgendwann wurde es mir zu blöd und ich lies ein lautes „EXCUSE US!!!“ von mir, wofür ich herzlichst von Sean verarscht wurde, weil er meinte, in dem Ton hätte ich genauso gut „Get the f*** out of my way!!!“ gebrüllt haben können
In der Subway hatten wir dann ein ganzes Abteil nur für uns, was natürlich zu ausgedehnten Akrobatik Übungen an den Haltestangen ausgenutzt wurde. Mann, was ein Abend
Nach Genießen einer Trommelgruppe in der Times Square Station auf Eimern ging es dann zurück in die Wohnung, wo ich in tiefe Träume gefallen bin
Abreise
Der letzte Tag kam wie immer schneller, als erwartet. Ich musste noch meine Koffer packen und wollte erst danach in die Stadt. Das Ganze erwies sich schwieriger als erwartet und erforderte mich, Sean, eine Waage und jede Menge Kraftaufwand. Irgendwann war dann aber doch alles drin und ich schlenderte noch ein bisschen durch Manhattan.
Zuerst ging ich in den Central Park und genoss die Sonne und das wunderbare Wetter, welches mir das Abreisen noch schwerer machte. Ich schaute den Baseball Spielern zu, setzte mich auf eine Bank und hörte Musik. Am Union Square ging ich dann in Richtung Times Square und ein bisschen durch die Läden. Dabei kam noch ein NYPD Shirt für meinen Bruder mit und eine kleine Macy’s Tasche für meine Schwester.
Bald musste ich auch schon wieder zurück nach Queens, wo für 17 Uhr ein Car Service für mich bestellt war.
Den netten Mann am Baggage Drop Off lächelte ich beim Wiegen meines Koffers einfach nieder, der es auch nur bei einem Kommentar zu seiner Schwester, die auch immer mit Übergepäck reist, beließ.
Der Flug war dann ganz okay, wir starteten mit zwei Stunden Verspätung und hatten einige stärkere Turbulenzen, bei denen ich ironischerweise einschlief und erst kurz vor der Landung wieder aufwachte. Ein Blick auf die Uhr sorgte erstmal für Verwirrung: Hatte ich sie falsch umgestellt? In welcher Zeitzone liegt London noch mal? Aber es stimmte und mein Anschlussflug war nur 20 Minuten entfernt. Also ging ich zur nächsten Service Kraft, welche mich direkt auf einen vier Stunden späteren Flug umbuchte. Zu der Frage, wo denn hier ein öffentliches Telefon sei, um meinen Vater, der mich abholen sollte, zu benachrichtigen, beantwortete sie damit, dass sie das sehr gerne für mich übernehmen würde. Zusätzlich bekam ich noch einen 10 Pound Verzehrgutschein. Ich ging direkt durch die Sicherheitskontrolle, geschafft ist geschafft. Die Angestellten dort waren übrigens nicht annähernd so freundlich wie die in Amerika.
Ein weiteres Problem war, dass ich mich heute in der Uni einschreiben wollte und die Einschreibefrist nur noch bis zum Folgetag andauerte. Mann, das machte mich auch ganz schön nervös.
Vollkommen fertig setzte ich mich dann in ein Restaurant, um meinen Gutschein zu ver-frühstücken und dachte mir: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, und rief meinen Vater selbst noch einmal an, ob er erreicht wurde. Wurde er natürlich nicht. Und er war mittlerweile schon fast in Düsseldorf, was immerhin zwei Stunden von uns entfernt liegt. Wie es mein Glück so wollte, hatte er abends einen wichtigen Termin, sodass er wieder umdrehte und ich mit dem Zug heim fahren musste. Und was macht eine selbstbewusste junge Frau mitten in einem Flughafenrestaurant dann? Fängt an zu weinen und ruft zum Trost ihren Freund an Die Leute haben ganz schön komisch geschaut, aber zu meiner Verteidigung war ich vollkommen übermüdet.
Die nächsten Stunden verbrachte ich in der Wartehalle, direkt vor der Abflugstafel, um ja nicht zu verpassen, an welches Gate ich muss. Es fiel mir noch nie so schwer, wach zu bleiben und nicht mit Handgepäck und Laptop auf dem Schoß einzuschlafen.
Endlich, endlich, endlich wurde dann mit etwas Verspätung mein Flug angezeigt und ich kam doch noch in Düsseldorf an. Ich watschelte noch mit all meinem Gepäck und Augenringen bis zum Kinn zum Zoll, die irgendwie eher genervt schienen, dass ich ihnen Arbeit machte und von dort mit dem Düsseldorfer Airtrain zum Bahnhof. Dort wurde natürlich ein Regional Express eingesetzt, wo die Sitzgelegenheiten entweder die Treppe rauf oder runter waren. Ich rammte also ein paar Menschen um mit meinen zwei Koffern und wurde in Bonn abgeholt, wo es erstmal etwas zu Essen für mich gab und ich nach Hause gefahren wurde. Ich war noch nie so froh, in mein Bett fallen zu können
Anreise – 1. Tag
Dieses Mal ging es für mich am 06.09. los nach Düsseldorf, um dort eine Nacht im Holiday Inn Express zu nächtigen, um nicht nachts zum Flughafen anreisen zu müssen.
Das Hotel war sehr schön und auch das Bett bequem. Um 4 Uhr am nächsten Morgen klingelte dann auch schon mein Wecker und ich lies mir von der Rezeption ein Taxi zum Flughafen bestellen. Mit der S-Bahn wäre es günstiger gewesen, aber ich hatte einfach keinen Nerv, mitten in der Nacht zu Fuß zur Station zu gehen und mein Gepäck mitzuschleppen. Hat incl. Trinkgeld 20€ gekostet und ich wurde direkt zum Terminal gefahren.
Eingecheckt hatte ich schon am morgen vorher, weil ich dieses Mal ganz spezielle Platzwünsche hatte.
Auch ich hatte einen günstigen Flug bei Lan.com erwischt, sodass es für mich erstmal nach London ging. Dort hatte ich mir einen Platz in der ersten Reihe (links) der Economy Class reserviert, sodass ich schnell aus dem Flugzeug kommen konnte, um meinen Anschlussflug (70 Minuten zum Umsteigen) noch zu bekommen. Ein weiterer Vorteil an dem Platz war, dass in dieser 3er Reihe der Mittelsitz ein sehr schmaler Kindersitz war, der nicht vorreserviert werden konnte und gemäß meiner Erwartung auch frei blieb.
Wir landeten pünktlich in London, allerdings war kein Mitarbeiter zur Stelle, um die Treppe ans Flugzeug zu fahren, weshalb wir noch 15 Minuten im stehenden Flugzeug warten mussten. Ich wurde schon ziemlich nervös, als dann endlich die Türen aufgingen und ich rausstürmen konnte. Zu meinem Anschlussflug habe ich es dann trotzdem noch geschafft, wenn auch sehr knapp. Das Gate sollte um 8.35 Uhr schließen und ich kam um 8.37 Uhr angerannt.
Für den langen Flug hatte ich mir einen Platz in der letzten Reihe reserviert, da dies eine Zweierreihe war und ich außerdem kein schlechtes Gewissen haben musste, wenn ich meinen Sitz zurückstelle. Der Weg zur Toilette war auch nicht weit. Meinem Sitznachbar wurde kurz vor Start ein Platz in der Exit Row angeboten, da er dort mehr Beinfreiheit hatte, also hatte ich auch hier zwei Plätze für mich allein. Welch Luxus!
Der Flug verlief unspektakulär, nur schlafen konnte ich nicht. Nachdem ich Landung und Immigration hinter mir hatte, rief ich erstmal Janina an, um mir noch mal genaue Directions zu ihrem Haus geben zu lassen. Ich fuhr mit dem Airtrain bis Jamaica, von dort mit dem E-Train bis Jackson Heights (blöde Drehkreuze da… bin mit meinem Gepäck stecken geblieben) und dort nahm ich dann ein Taxi. Natürlich nicht, ohne noch mal hysterisch bei Janina angerufen zu haben: „Hier sind nur schwarze Taxen und einer hat mich schon angesprochen, ob ich eins brauche. Sind das denn auch die Echten?“
Gegen 14 Uhr Ortszeit kam ich also in Astoria an. Janina und Sean nahmen mich direkt super in Empfang und ich bekam die Deluxe-Tour durchs Apartment, bis hoch zum Rooftop.
Ich zog mich kurz um und dann machte ich mich mit den Beiden auf nach Manhattan. Wir sahen uns das Lincoln Center an und gingen weiter zur Manhattan (?) Mall. Leider ist mein Gedächtnis fast so schlecht wie mein Orientierungssinn, deshalb kann es sein, dass manche Informationen in diesem Bericht nicht so richtig sind.
Vom Hunger getrieben ging es mit der Subway zur Christopher Street, wo wir erstmal nach etwas essbarem suchten und bei einem netten Mexikaner fündig wurden. Danach machten wir noch einen Abstecher in die 55 Bar, wo mein Kopf vor Müdigkeit irgendwann drohte, auf die Bar zu fallen Gegen 22 Uhr machten wir uns wieder auf den Rückweg und ich fiel todmüde ins Bett.
Walking the Big Apple
Das lange Wachbleiben vom Vortag hatte sich gelohnt: An diesem morgen schlief ich himmlisch bis kurz vor 8 Uhr. Nach einer kurzen Dusche fuhr ich dann auch schon los in Richtung Downtown. Habe ich schon erwähnt, kein Gespür für Richtungen und Wege zu haben? Ich stieg also an der 2nd Avenue aus. Mein eigentliches Ziel war der Batterie Park. Gut, dass ich auf der Straße grundsätzlich keine Karten lese, sonst hätte ich gewusst, dass das noch ein ganz schön weiter Weg war Es war jedoch ein wunderschöner sonniger Tag, sodass das Laufen nicht sehr schwer fiel. Ich lief mal links, mal rechts, immer dorthin, wo es nett aussah. Mal war ich in Chinatown, mal am Fluss, kreuz und quer. Unterwegs machte ich an einem Duane Reade halt, um mir etwas zu trinken und das Time Out Magazine zu kaufen und fast am Park angekommen holte ich mir noch ein Sub bei Subway zum mitnehmen.
Damit bewaffnet setzte ich mich in den Park an einen Springbrunnen, sah den anderen Touristen zu, wie sie sich auf die Fähre drängten und genoss den Ausblick zur Freiheitsstatue lieber aus der Ferne. So saß ich knapp zwei Stunden da, aß mein Sub, las die Zeitung und schaute einem etwas verwirrten Hund zu, wie er versuchte, herauszufinden, welcher Wasserstrahl wohl als nächstes in die Höhe spritzen würde.
Auf dem Rückweg wollte ich zu Century 21, mir bequemere Schuhe kaufen. Ich stand auch bestimmt 20 Minuten vor diesen atmungsaktiven Geox Schuhen und habe mir eingeredet, dass sie doch ganz hübsch sind. Ich schwöre! Aber leider, leider gab es sie nicht mehr in meiner Größe und ich entschied mich für ein Paar Pumps von BCBG mit einem tödlichen Absatz.
Des Weiteren habe ich noch eine wundervolle Guess Tasche gefunden, die auch noch mit durfte.
Jetzt wollte ich Janina an der Penn Station besuchen fahren. Ich war ja so stolz, auf Anhieb den richtigen Zug gefunden zu haben und stieg voller Zuversicht aus. Ca. 45 Minuten war ich in den Katakomben der Station unterwegs, um sie zu finden und gab es schließlich auf. Als ich grade die Treppe zur Straße hinaufstieg, sah ich noch ein größeres Gebäude, welches auch zur Penn Station gehörte und versuchte dort mein Glück. Und dort fand ich sie auch. Geradezu begeistert von ihrem neuen Co-Worker, über den man noch nicht mal lästern konnte, da er auch noch deutsch verstand.
Da Janina noch ein paar Stunden arbeiten musste, fuhr ich schon mal zurück nach Queens, meine Einkäufe abladen. Eigentlich wollte ich ja noch mal zurück nach Manhattan fahren, allerdings hatten wir uns irgendwie verquatscht und sind dann nur noch zum Chinese Take-out um die Ecke gegangen und zum Supermarkt. Den Rest des Abends schauten wir Fernsehen, was ja schließlich auch eine Art amerikanische Kultur ist
Regen.
Dieser Tag begann eher faul. Ich konnte mich grade noch motivieren, duschen zu gehen, aber davon musste ich mich auch schon wieder ausruhen. Janina hatte mir morgens sehr süß ein Post-It an die Tür geklebt mit dem aktuellen Wetterbericht für heute: „Morgens sonnig, nachmittags regen “
Bis nachmittags ist ja noch Zeit, dachte ich mir, nahm jedoch vorsichtshalber mal meinen Schirm mit. Gerade, als ich das Haus verlassen hatte, begannen Monsun-artige Regenfälle auf mich nieder zu prasseln. Da half auch mein kleiner Schirm nichts mehr, ich war nass. Ich schaffte es gerade so bis zum Supermarkt, um mir eine Packung Toast, ein Brötchen und Jell-O zu kaufen. Ich weiß, dass das nicht das perfekte Frühstück ist. Ich bin nur meinen Gelüsten gefolgt New York ist übrigens der einzige Ort, wo ich jetzt schon zwei Mal trotz Schirm bei einem fünfminütigen Fußmarsch bis auf die Unterwäsche nass geworden bin. Also ging ich wieder zurück, da sich der Gedanke an eine Erkältung im Urlaub nicht gerade verlockend anhörte und zog mich wieder um und wartete auf ein Ende des Regens.
Das kam dann auch so gegen Mittag. Ich traute mich wieder vor die Tür und diesmal schaffte ich es auch nach Manhattan. Ich stattete Janina wieder einen kurzen Besuch ab, um das neuste über den „reizenden“ Arbeitskollegen zu hören und verabredete mich mit ihr nach Feierabend. Da einem ja hier immer gepredigt wird, man möge sich im Urlaub doch bitte ein Museum anschauen, entschlossen wir uns fürs Museum of Sex. Außerdem gab es dafür $5-Off-Coupons.
Bis dahin waren es aber noch ein paar Stunden und ich lief weiter in Richtung Times Square. Da muss man schließlich mal gewesen sein, wenn man eine Woche in New York ist. Es stellte sich heraus, dass ich es dort immer noch zu überfüllt fand. Ich ging jedoch zu Toys’r’us, um mich ein bisschen um zu sehen, weil ich die Atmosphäre da immer sehr schön fand. Eine riesige Schlange Menschen stand an, um sich eins der neuen Cabbage Patch Kids zu sichern. Ich drehte eine Runde und ging wieder hinaus, diesmal in den M&M Store. Auch da gab es nichts spannendes Neues (wer hätte es gedacht?) und da ich immer noch müde war, machte ich bei McDonald’s Pause, um etwas zu trinken. Dort führte ich noch ein paar Telefonate nach Hause und ging weiter zu Sephora, um dort meinen Mascara zu kaufen, der hier um einiges günstiger als in Deutschland ist. Und schon war es 17 Uhr und ich sprach mich telefonisch mit Janina ab, wo wir uns treffen wollten. Da ich noch nicht so weit weg war, ging ich zurück zur Penn Station und wir besprachen den weiteren Plan. Das Museum hatte nur bis 18 Uhr auf, also disponierten wir um und fuhren stattdessen zur Upper West Side. Dort gingen wir in den Central Park, weil ich noch nie Strawberry Fields gesehen hatte. Es ist kleiner, als ich dachte, aber wenn ich mal obdachlos werde, setze ich mich auch dort den ganzen Tag hin, rauche Joints und höre die Beatles
Wir liefen weiter in den Park, setzen uns an einen See, gingen zu Belverde Castle (na, wer ist stolz auf mich, dass ich den Namen behalten habe??) und spazierten herum, bis es dunkel wurde. Übrigens fühlte ich mich dort zu Zweit in der Dunkelheit auch nicht unbedingt unsicher. Irgendwann verließen wir den Park wieder auf der East Side, um die schönen Häuser anzusehen (O-Ton Steffi: „Wenn ich mal groß bin, möchte ich da drin wohnen! Und dort! Und da auch!“) und einen Starbucks aufzusuchen.
Auf der 5th Avenue in Höhe des Museum of Modern Art stiegen wir in einen Bus, um beim Apple Store wieder auszusteigen. Ich wollte mir noch einen dieser schicken Oberarm-Halter für meinen IPod kaufen. Wer weiß, vielleicht gehe ich damit auch mal öfters joggen…
Es war schon relativ spät, als wir in die Subway stiegen und über die Brücke und nach Queens einen Bus nahmen. Eigentlich wollten wir noch gerne etwas zu Essen beim Italiener mitnehmen, aber die in der Nähe hatten leider alle schon zu, sodass wir in einem kleinen 24-Stunden-Laden ein Glas Nudelsauce kauften und uns selbst Nudeln mit Tomatensauce kochten. Okay, Janina hat gekocht. Aber ich habe moralische Unterstützung oder so geleistet
Noch ein Tipp zum Schluss dieses Tages: Esst niemals Nudeln mit Tomatensauce auf einem Sofa sitzend, wenn ihr eine weiße Jogginghose tragt.
Und nichts kommt, wie man es plant…
Für heute hatte ich mir vorgenommen, über die Brooklynbridge zu spazieren. Janina hat mir am Morgen extra erklärt, mit welcher Subway ich am besten fahre, und wo ich umsteigen muss.
Also packte ich meine Kamera in meine XXL-Tasche und ging motiviert los. Unterwegs wollte ich noch schnell in den Armani Exchange Store am Broadway springen, um meiner Freundin die gewünschten T-Shirts zu kaufen. Was erledigt ist, ist schließlich erledigt. Und T-Shirts sind immerhin auch nicht so schwer, dass man sie nicht mit sich tragen könnte. Das ganze ging auch relativ schnell über die Bühne und ich verließ den Laden wieder. Ein Stück die Straße runter (lag ja auf meinem Weg zur Subway Station) fand ich dann auch noch einen Victoria’s Secret, von wo ich der Freundin meines Bruders Wäsche mitbringen sollte. Auch die wiegt ja nicht die Welt. Schräg gegenüber befand sich dann auch noch ein Duane Reade, wo ich mir überlegte, die von meiner Mutter bestellten Aspirin und die von Mathias Mutter gewünschten Centrum-Vitamintabletten zu erstehen. Außerdem fand ich noch eine prima Riesen-Packung EasyMac Mac and Cheese, eine Menge unbekannter Getränke und das ein oder andere unnütze Zeug. Als ich dort wieder raus kam, dachte ich mir schon, meine Tasche sei ja ein bisschen schwer jetzt, mit all dem Zeug drin. An der Station kam dann das spontane Umdisponieren: Heute geht es nicht mehr auf die Brücke, stattdessen fahre ich zum Bryant Park, ruh mich ein bisschen aus, schaue, ob mein Handy-WLan dort funktioniert und versuche, einen Blick auf das Zelt zu erhaschen. Gesagt, getan. Das mit dem WLan funktionierte übrigens nicht bei mir.
Ich hörte der Musik einer Show zu, die gerade im Zelt zugange war und wollte grade weiter gehen, als sie zu Ende war und viele wichtig aussehende Leute herausströmten. Das ein oder andere Tränchen habe ich beim Anblick der Models vielleicht auch verdrückt. Ich will auch 2m lange Beine haben! Mathias Antwort darauf war übrigens: „Ich mag dich auch mit 1m langen Beinen.“ Das muss Liebe sein!
So fuhr ich mit meinen Einkäufen beladen zurück nach Queens, um mir aus spartechnischen Maßnahmen selbst Mac and Cheese herzubereiten und in meiner Trauer zu schwelgen.
Auf dem Weg zurück in die Stadt rief mich Christian an, der Sohn Bekannter meiner Eltern, der zurzeit ein Praktikum in New York macht. Wir verabredeten uns für abends um 18 Uhr in der Grand Central Station, wo ich übrigens früher am Tag beinah von einem Polizisten mit Maschinengewehr verhaftet wurde, weil ich ihn ein bisschen zu lang anstarrte. Naja, so schlimm wars nicht, aber hätte ja sein können
Als ich wieder in Manhattan war, war es schon kurz vor 17 Uhr, also ging ich erst wieder bei Janina vorbei, um zu sehen, ob sie Lust hat, mitzukommen.
Hatte sie.
Darum stellten wir uns beide um kurz vor 18 Uhr in die völlig überfüllte Halle der GCS und hielten nach Christian Ausschau. Man findet sich ja auch so wahnsinnig leicht da, mitten in der Rush-Hour
Aber irgendwann fanden wir ihn auch und beschlossen gemeinsam zu einem in der Nähe gelegenen Mexikaner zu gehen. Übrigens der, bei dem Janina in der Woche darauf die Open Bar gewonnen hat. Den Zettel hat sie an dem Abend ausgefüllt.
Dort saßen wir also ein paar Stündchen und unterhielten uns, bis die Bedienung schon recht giftig zu uns rüber schaute, weil wir immer noch da saßen.
Gegen 21 Uhr gingen wir dann gemeinsam zur Subway, da Christian auch in Queens wohnte und wir zumindest ein Stück zusammen fahren konnten.
9/11
Heute wollte ich nun wirklich über die Brooklyn Bridge spazieren und danach Ground Zero einen Besuch abstatten, wo vor sieben Jahren die Flugzeuge in die Türme flogen. Zu der offiziellen Memorial Veranstaltung war ich eh zu spät dran.
Also nahm ich die von Janina beschriebene Subway und fand mich dann auch tatsächlich in Brooklyn beim Aufgang wieder. Nur die Idee, mal wieder mit Flip Flops zu laufen, hätte ich verwerfen sollen, die scheuerten nämlich ganz schön. Aber was uns nicht umbringt, macht uns noch härter und so marschierte ich über die Brücke und machte zum ersten Mal in dieser Woche richtig viele Fotos. Naja, was soll ich groß berichten, der Ausblick dort wird sich wohl in letzter Zeit nicht groß verändert haben
Wieder in Manhattan angekommen wollte ich jetzt zur World Trade Center Site. Wenn man den Weg doch wüsste… Immerhin die Richtung war ja nicht schwer zu erkennen. Jedoch hatte ich „Glück“ und ich traf unterwegs eine große Demonstrantengruppe, die laut ihrer Plakate und Hand-Outs auch nach dort hin unterwegs waren. Ich bin immer noch nicht ganz sicher, aber ich glaube, dass es eine Demo aus verschiedenen Gruppierungen war. Teilweise trugen sie Loose Change T-Shirts, aber auch einige andere waren vertreten. Kurz: Sie demonstrierten gegen die Bush Administration und für die komplette Aufklärung der Anschläge, die ihrer Meinung nach von der Regierung begangen wurden. Naja, ein etwas zweifelhaftes Grüppchen, aber sie kannten den Weg, also ging ich freundlich lächelnd hinterher, immer in der Nähe einer Gruppe Polizisten, damit ja keiner denkt, ich würde zu den Demonstranten gehören.
Gegenüber der Path Station wurde die Demo von der Polizei gestoppt und es war eine wirklich eigenartige Atmosphäre. Sie standen ganz ruhig hinter der Absperrung, eine Reihe Polizisten ihnen gegenüber und auf einmal war die Parolen brüllende Masse sehr ruhig. So standen sie dort eine Zeit lang, drehten sich dann um und gingen. Man muss sich vorstellen, dass das ein paar Hundert Menschen waren, die dort so einheitlich reagierten.
Ich ging auch, allerdings in die andere Richtung und lief am Zaun zu der Baustelle entlang bis zu St. Paul’s Chapel und setzte mich dort ein wenig auf eine Bank. Auf meinem weg zurück entdeckte ich eine Gruppe Menschen, bei denen offensichtlich die Namen der Opfer von 9/11 verlesen wurden. Beim Näherkommen erkannte ich sie als „meine“ Demonstranten. Sie hatten eine kleine Gedenkveranstaltung, die genauestens von schwer bewaffneten Polizisten auf dem benachbarten Dach beobachtet wurde. Sie entzündeten Kerzen gedachten der Opfer. Als die Veranstaltung vorüber war, ging ich weiter und in Richtung Battery Park. Den fand ich allerdings mal wieder nicht auf Anhieb und landete stattdessen an einem kleinen Hafen. Auch sehr nett dort.
Den Battery Park fand ich natürlich dann auch noch, wo eine Wand aufgestellt war, auf der man seinen Namen verewigen konnte, die dann später in einem Museum über den 11.September eingesetzt werden sollte. Ich weiß nicht mehr den genauen Preis, aber es war mir ein bisschen zu viel, um nur meinen Namen aufschreiben zu dürfen. Außerdem war die Schlange ewig lang. Auf einer Wiese war auch ein Meer von Fahnen aufgestellt, um den Zusammenhalt auszudrücken.
Nach einigem Suchen fand ich die nächstgelegene Subway Station, weil ich irgendwie in die falsche Richtung lief und wieder am Aufgang der Brooklyn Bridge rauskam.
Pünktlich um 17 Uhr kam ich bei Janina an der Penn Station raus und wir fuhren gemeinsam wieder nach Queens. Zum Abendessen holten wir uns Pizza und gingen noch einmal im Supermarkt vorbei. Damit blieben wir dann auf dem Sofa und schauten Fernseh.
Janina und Steffi in Action
Die gestrige Pizza musste ich heute Morgen teuer bezahlen. Ich erspare euch die Details, aber ich kann sagen: Es war nicht schön. Ich glaube, ich hatte noch nie solche Magenkrämpfe.
Schlussendlich war aber dann auch ich bereit für etwas Action, und da heute Janinas freier Tag war, wollten wir den Museumsbesuch „auf uns nehmen“. Zuerst hielten wir aber in einem Deli an der Ditmar’s Boulevard Subway Station und frühstückten ganz wunderbar und Amerikanisch
Mit so einer Stärkung kann man sich ja besser auf die Ausstellungen konzentrieren.
Im Museum of Sex gab es derzeit eine Sonderausstellung „Sexlife of Animals“. Schonmal jemand einen Pandaporno gesehen? Janina und ich schon Auf den oberen Etagen ging es dann etwas gewöhnlicher weiter. Wir stellten uns unsere persönliche Gummipuppe zusammen, auch wenn manche unter uns Probleme mit den zur Auswahl stehenden „Haar“farben hatten Wir durften dann am Ende sogar solch eine Puppe durch einen Glaskasten mit Öffnungen anfühlen und können jetzt ganz genau beschreiben, wo da überall Löcher vorhanden sind
Am Ende gab es für uns im Gift Shop noch ein kleines Souvenir in Form eines Buttons ganz nach dem Stil der I Love NY T-Shirts. Nur wurde NY hier durch etwas anderes ersetzt
Jetzt war es aber Zeit für den anständigeren Teil unseres Tages. Ich wollte gerne das Chelsea Hotel sehen und da wir ja eh in der Gegend waren, liefen wir noch ein bisschen durch die Gegend. Es fing langsam an zu regnen, also nahmen wir einen Bus in Richtung Osten und gingen zu Katz’s Delicatessen. Das war auch etwas auf meiner Liste, was ich in diesem Urlaub erledigen wollte. Jetzt weiß ich auch, was Knish ist und dass es ziemlich lecker ist
Und jetzt fing der teure Teil dieses Tages an: Wir fuhren zur Fifth Avenue und erledigten einen kleinen Einkauf bei Tiffany, den ich mir vorgenommen hatte. Und da es regnete und meine Schuhe durchgenässt waren, musste auch noch ein neues Paar bei Zara her. Und weil wir ja noch was Zeit hatten, wollte Janina noch zu GAP, wo natürlich nicht sie etwas kaufte, sondern ich. Das war doch alles ein fieser Trick war das doch!
Jetzt war es an der Zeit, wieder zu fahren. Und zwar zu einer $4-Cocktailbar, in der Janinas ehemalige Arbeitskollegin ihren Abschied feierte. Übrigens hatte ich nirgends Probleme, auch mal einen Cocktail zu trinken. Wahrscheinlich aber auch, weil wir so früh da waren.
Es war ein wirklich netter Abend und am Ende gingen wir noch in einen wirklich lustigen Hot Dog Laden, in dem es eine kleine Telefonzelle gab, über die man die versteckte Bar nebenan betreten konnte. Ich komme vom Dorf, so was Cooles kenne ich nicht! Achja, die Hot Dogs waren auch lecker, da hab sogar ich mal den mit Würstchen gegessen
Ich hoffe, für diesen Tag habe ich nichts vergessen, weil wir echt eine Menge angestellt haben.
EXCUSE US!!!
Oh oh, heute ist der letzte Tag und ich habe noch ein paar Einkäufe zu erledigen
Also machte ich mich auf zu Macy’s, meinem Vater eine Levi’s Jeans kaufen. Danach waren die I Love NY Shirts dran. Und da ich nicht durch die ganze Stadt kurven wollte, um nach dem möglichst billigsten Shirts zu suchen, lief ich in Richtung Times Square. Wie kommt es, dass man diese Souvenir-Lädchen nie findet, wenn man sie sucht?? Letztendlich fand ich dann doch noch einen mit akzeptablen Preisen (5 für $10) und einer Auswahl an Farben und tat, was zu tun war. An dem Zeitpunkt war ich schon reichlich genervt von den ganzen langsam laufenden Massen und Prospekte-Verteilern. Der Ladeninhaber, der mir bei meiner Suche helfen wollte, tat das Übrige. Endlich lief ich mit zwei schweren Tüten (immerhin 10 T-Shirts und zwei Jeans) wieder in Richtung Subway. Auf meinem iPod lief zu der Zeit durchgehend die Bloodhound Gang mit Fire Water Burn. Aggressionsbewältigung.
Dass es in der Station brüllend heiß war und kein Zug kommen wollte, ließ mich schon beinah auf die Gleise springen und nur der Büdchenbesitzer mit seiner eiskalten Diet Coke hielt mich davon ab.
Ich schleppte mich zurück zu Janinas Apartment, wo die Tür sperrangelweit offen stand und ein paar Koffer im Wohnzimmer standen. Aha, Dennis ist angekommen
Nachdem er sich ein wenig erfrischt hatte, sind wir gemeinsam mit Janina und Sean nach Chelsea in eine Gallery gefahren, um eine Ausstellung von David LaChapelle anzuschauen. In die Gallery nebenan gingen wir auch noch, wo ich kurzfristig beschloss, einzuziehen. Meinetwegen können sie auch ihre Bilder da hängen lassen.
Von soviel Stress und Kultur hungrig, wollten wir den Bus zu einem Mexikaner nehmen, der auch in einer Szene von Sex and the City zu sehen war. Leider kam kein Bus und es fing an zu regnen. Kein Ding, denkt sich Steffi, und will lässig ein Taxi heranwinken. Ja nee, is nich. Alle schon besetzt oder nahmen jemand anderes mit. Also begnügte ich mich damit, zu schmollen, während Sean dann doch noch eins bekam.
Das Essen war toll und wir zogen weiter in Richtung eines Irish Pubs, wo ich auf Dennis Empfehlung hin mal einen Apple Martini probierte. Und noch einen. Mann, hab ich lange davor nichts mehr getrunken. Ich war schon ganz schön angeheitert
Janina und Sean legten dann noch eine bühnenreife Interpretation eines Pianisten der New York Philharmonics hin und ich machte ein paar Fotos davon. Und ein wunderschönes von Dennis! (Bitte bitte bitte darf ich das hier einstellen?) Und ein gräßliches von mir selbst
Auf dem weiteren Weg zur Subway gingen wir erst an der Magnolia Bakery vorbei (nur vorbei, die Schlange war zu lang) und dann auch noch zu Carrys Haus. Ein Programm, ganz nach meinem Geschmack
Naja und irgendwo dort auf dem Weg besetzten ein paar Franzosen den gesamten Gehweg. Janina schob sich noch graziös vorbei, doch Dennis, Sean und ich trotteten langsam hinterher. Irgendwann wurde es mir zu blöd und ich lies ein lautes „EXCUSE US!!!“ von mir, wofür ich herzlichst von Sean verarscht wurde, weil er meinte, in dem Ton hätte ich genauso gut „Get the f*** out of my way!!!“ gebrüllt haben können
In der Subway hatten wir dann ein ganzes Abteil nur für uns, was natürlich zu ausgedehnten Akrobatik Übungen an den Haltestangen ausgenutzt wurde. Mann, was ein Abend
Nach Genießen einer Trommelgruppe in der Times Square Station auf Eimern ging es dann zurück in die Wohnung, wo ich in tiefe Träume gefallen bin
Abreise
Der letzte Tag kam wie immer schneller, als erwartet. Ich musste noch meine Koffer packen und wollte erst danach in die Stadt. Das Ganze erwies sich schwieriger als erwartet und erforderte mich, Sean, eine Waage und jede Menge Kraftaufwand. Irgendwann war dann aber doch alles drin und ich schlenderte noch ein bisschen durch Manhattan.
Zuerst ging ich in den Central Park und genoss die Sonne und das wunderbare Wetter, welches mir das Abreisen noch schwerer machte. Ich schaute den Baseball Spielern zu, setzte mich auf eine Bank und hörte Musik. Am Union Square ging ich dann in Richtung Times Square und ein bisschen durch die Läden. Dabei kam noch ein NYPD Shirt für meinen Bruder mit und eine kleine Macy’s Tasche für meine Schwester.
Bald musste ich auch schon wieder zurück nach Queens, wo für 17 Uhr ein Car Service für mich bestellt war.
Den netten Mann am Baggage Drop Off lächelte ich beim Wiegen meines Koffers einfach nieder, der es auch nur bei einem Kommentar zu seiner Schwester, die auch immer mit Übergepäck reist, beließ.
Der Flug war dann ganz okay, wir starteten mit zwei Stunden Verspätung und hatten einige stärkere Turbulenzen, bei denen ich ironischerweise einschlief und erst kurz vor der Landung wieder aufwachte. Ein Blick auf die Uhr sorgte erstmal für Verwirrung: Hatte ich sie falsch umgestellt? In welcher Zeitzone liegt London noch mal? Aber es stimmte und mein Anschlussflug war nur 20 Minuten entfernt. Also ging ich zur nächsten Service Kraft, welche mich direkt auf einen vier Stunden späteren Flug umbuchte. Zu der Frage, wo denn hier ein öffentliches Telefon sei, um meinen Vater, der mich abholen sollte, zu benachrichtigen, beantwortete sie damit, dass sie das sehr gerne für mich übernehmen würde. Zusätzlich bekam ich noch einen 10 Pound Verzehrgutschein. Ich ging direkt durch die Sicherheitskontrolle, geschafft ist geschafft. Die Angestellten dort waren übrigens nicht annähernd so freundlich wie die in Amerika.
Ein weiteres Problem war, dass ich mich heute in der Uni einschreiben wollte und die Einschreibefrist nur noch bis zum Folgetag andauerte. Mann, das machte mich auch ganz schön nervös.
Vollkommen fertig setzte ich mich dann in ein Restaurant, um meinen Gutschein zu ver-frühstücken und dachte mir: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, und rief meinen Vater selbst noch einmal an, ob er erreicht wurde. Wurde er natürlich nicht. Und er war mittlerweile schon fast in Düsseldorf, was immerhin zwei Stunden von uns entfernt liegt. Wie es mein Glück so wollte, hatte er abends einen wichtigen Termin, sodass er wieder umdrehte und ich mit dem Zug heim fahren musste. Und was macht eine selbstbewusste junge Frau mitten in einem Flughafenrestaurant dann? Fängt an zu weinen und ruft zum Trost ihren Freund an Die Leute haben ganz schön komisch geschaut, aber zu meiner Verteidigung war ich vollkommen übermüdet.
Die nächsten Stunden verbrachte ich in der Wartehalle, direkt vor der Abflugstafel, um ja nicht zu verpassen, an welches Gate ich muss. Es fiel mir noch nie so schwer, wach zu bleiben und nicht mit Handgepäck und Laptop auf dem Schoß einzuschlafen.
Endlich, endlich, endlich wurde dann mit etwas Verspätung mein Flug angezeigt und ich kam doch noch in Düsseldorf an. Ich watschelte noch mit all meinem Gepäck und Augenringen bis zum Kinn zum Zoll, die irgendwie eher genervt schienen, dass ich ihnen Arbeit machte und von dort mit dem Düsseldorfer Airtrain zum Bahnhof. Dort wurde natürlich ein Regional Express eingesetzt, wo die Sitzgelegenheiten entweder die Treppe rauf oder runter waren. Ich rammte also ein paar Menschen um mit meinen zwei Koffern und wurde in Bonn abgeholt, wo es erstmal etwas zu Essen für mich gab und ich nach Hause gefahren wurde. Ich war noch nie so froh, in mein Bett fallen zu können
Wednesday, September 24, 2008
Ich weiß, ich weiß...
Jajajaja, ich weiß ja, ich habe laaange nichts mehr geschrieben.
Aber eben habe ich ein paar Bilder von meinem Zimmer gemacht, die folgen gleich und später kopiere ich dann auch meinen Reisebericht von New York hier rein. Versprochen!
Aber eben habe ich ein paar Bilder von meinem Zimmer gemacht, die folgen gleich und später kopiere ich dann auch meinen Reisebericht von New York hier rein. Versprochen!
Tuesday, September 2, 2008
Der perfekte Tag im Leben einer Steffi (nein, nicht irgendeiner...)
10-11 Uhr: ausgeschlafen Aufstehen und beim Blick aus dem Fenster feststellen, dass es heute eher bedeckt bis regnerisch ist
11-13 Uhr: mit dem Laptop auf dem Sofa liegen und sich bei einer Tasse Kaffee von ntv - Märkte am Morgen berieseln lassen. Und dabei interessiere ich mich nicht mal sonderlich für die Börse
13-15 Uhr: Auf dem Crosstrainer verausgaben und danach lang und entspannend duschen, mit dem danach folgenden Wellness Programm
15- 17 Uhr: Lebensmittel einkaufen gehen um anschließend etwas zu kochen (naja, meistens aufzuwärmen)
17-19 Uhr: Anziehen, fertigmachen, Schminken.
19 Uhr-open end: mit ein paar Leuten treffen und einen schönen Abend haben.
Musikalische Untermalung des Tages: http://de.youtube.com/watch?v=hHybxGEcbZY
11-13 Uhr: mit dem Laptop auf dem Sofa liegen und sich bei einer Tasse Kaffee von ntv - Märkte am Morgen berieseln lassen. Und dabei interessiere ich mich nicht mal sonderlich für die Börse
13-15 Uhr: Auf dem Crosstrainer verausgaben und danach lang und entspannend duschen, mit dem danach folgenden Wellness Programm
15- 17 Uhr: Lebensmittel einkaufen gehen um anschließend etwas zu kochen (naja, meistens aufzuwärmen)
17-19 Uhr: Anziehen, fertigmachen, Schminken.
19 Uhr-open end: mit ein paar Leuten treffen und einen schönen Abend haben.
Musikalische Untermalung des Tages: http://de.youtube.com/watch?v=hHybxGEcbZY
Monday, September 1, 2008
Viel Arbeit - Viel Geld :)
Die letzten Wochen waren Stress... Ich war praktisch jeden Tag arbeiten und bin wirklich bereit für Urlaub :) Aber die ganze Arbeit ermöglicht natürlich auch eine ausgedehnte Shopping-Session in NYC.
Diese Woche ist es nur Montag - Mittwoch - Freitag und Samstag geht es schon auf nach Düsseldorf.
Koffer sind schon vom Speicher geholt - Yeah!
Diese Woche ist es nur Montag - Mittwoch - Freitag und Samstag geht es schon auf nach Düsseldorf.
Koffer sind schon vom Speicher geholt - Yeah!
Subscribe to:
Posts (Atom)

